Monatsarchiv Dezember 2017

Frontalunterricht und eLearning – Teil 1

Folgende Fragestellung habe ich zum Thema Lernmethoden erhalten: „Ich habe heute 3 verschiedene Lernmethoden auf einer anderen Seite gefunden. Wie würdest Du eine Kombination von eLearning , Frontalunterricht und Praxisbezug herstellen? Was ist die optimale Kombination? Welche Themen eignen sich?“

Schauen wir uns zunächst den klassischen Frontalunterricht an. Im Frontalunterricht steht ein Dozent vor einer Gruppe von ca. 15 bis 30 Teilnehmern. In Einheiten von 45 bis 90 Minuten wird Themenbezogen hauptsächlich Theorie vermittelt. Die Teilnehmenden können Fragen zu den Inhalten stellen und in die Aktionen des Unterricht eingebunden werden.

Die Teilnahme am Frontalunterricht setzt voraus, dass ein Stundenplan vorliegt mit festen Zeiten für die jeweiligen Themen. Das ergibt, dass ein intuitiv lernender Mensch in Abhängigkeit der Tagesform idealerweise zu den festgelegten Zeiten aufnahmefähig sein sollte. Dies ist nicht immer der Fall. In der klassischen Beschulungsform kann das in mit Kombination der Gruppendynamik zur Herausforderung für Lehrenden und Lernenden werden.

Zur abwechslungsreichen Kombination einer bewährten Unterrichtsform mit modernen Techniken ist die Nutzung von eLearning im deutlich von Nutzen. Die Aufteilung eines 90 Minuten Blockes in Teile der Wissensvermittlung, untermalt durch Übungseinheiten, beansprucht keine zu große inaktive Aufmerksamkeit der Lernenden. Durch die Übungseinheiten wird das individuelle Lerntempo der Lernenden berücksichtigt. Teilnehmer die eine erhöhte Auffassungsgabe haben können Wartezeiten mit Übungen füllen. Teilnehmer die eine langsame Auffassungsgabe haben, können ohne weiteres Input das gerade gehörte in Übungen anwenden. Später von anderen Orten ist der Zugang jederzeit möglich.

Gruppengespräche zu den vermittelten Themen werden vom Lehrenden moderiert. Verfechter des klassischen Frontalunterricht in bekannten Schulformen sehen im eLearning die Gefahr, dass dieses den Frontalunterricht und somit die Lehrkraft Mensch ersetzen könnte. Der Aufbau bestimmt ob eLearning als Unterstützendes oder als alleiniges Lehrmittel eingesetzt wird.

Als alleiniges Lehrmittel besteht die Anforderung an den Autor, dass Zusammenhänge und zu einem hohen Anteil aufkommende Fragen, im angebotenen Text und in der Visualisierung abgehandelt werden. Schlecht aufbereitete Inhalte demotivieren den Lernenden schnell. Zu lange Texte lesen sich schlecht am Monitor, zum Lesen werden Bücher bevorzugt. Komplexe Inhalte, die nicht grob in eine Übersicht gebracht werden können und visualisiert werden können eignen sich mehr für den Frontalunterricht als für eine alleinige eLearning Variante.

 

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Ausbildungsbereiche und Themenbereiche mit starkem Praxisbezug, wie Handwerk oder das Sortieren von Belegen eignen sich weniger für eLearning Varianten. Themen bei denen viel Theorie abgefragt wird sind am besten für die Anwendung geeignet.

Tafelbilder haben den Vorteil, dass diese während der sprachlichen Vermittlung von Inhalten interaktiv entstehen und individuell just in time angepasst werden. Videos auf einer Lernplattform sind Zeitintensiv in der Entstehung und bleiben in der Erstversion starr.

Eigene Mitschriften der Lernenden
während des Unterrichtes haben den Vorteil, dass Sie der Denkweise des Lernenden angepasst sind und den Nachteil, dass sich eventuell unerkannte Fehler einschleichen die nicht überprüft werden. Mitschriften zu vorhandenen Texten werden selten gemacht. Die ständige Verfügbarkeit fordert nicht zur Mitschrift auf, der Weg durchs Auge, Ohr und durch das Gehirn, durch die eigene Hand aufs Papier und vom Auge erfasst, ist einer der wertvollsten Methoden in der Vermittlung von Wissen. Ein starkes PRO für den Frontalunterricht bei dem die Lernenden aufgefordert sind zuzuhören und mitzuschreiben.

Das spricht gegen die Ausgaben von dicken Skripten und für den Einsatz von eLearning Plattformen. Sind die Inhalte der eLearning Plattform attraktiv für den Lernenden und hauptsächlich für Übungszwecke aufbereitet, ist das eLearning eine Aufwertung des Frontalunterricht durch die Möglichkeit der individuellen Festigung des Unterrichtsstoffes.

Unterricht wird attraktiver durch eingeschobene Überungseinheiten mit sofortiger Rückmeldung. Die Lehrenden widmen sich in der Zeit der Übungsphase denen die Unterstützung benötigen. Die Lernenden müssen nicht lange auf Rückmeldungen nach langwieriger Korrektur warten.

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Frontalunterricht und eLearning – Teil 3

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Übungen die nicht mit einer Bewertungsmatrix überprüft werden
können sind für eLearning Übungen ungeeignet. Alle Inhalte die individuell sind und in verschiedenen Varianten als richtig verwertet werden können, werden idealerweise durch Lehrkräfte bewertet.

Es hat sich gezeigt, dass eLearning und Frontalunterricht eine geeignete Partnerschaft bilden können. Die Lehrmethode Frontalunterricht ist nicht mehr zeitgemäß und die Lernmethode eLearning ist nicht für alle Inhalte anwendbar.

Effektiver Frontalunterricht ist die Vermittlung von Inhalten und Zusammenhängen in kurzen Zeitabschnitten mit kurzgefassten Skripten, viel Visualisierungen und gut aufbereiteten Erklärungen. Den Lernenden auffordern zum Zuhören und mitschreiben, dem „eigenen“ Verarbeiten.

Effektives eLearning sind kurze den Unterricht ergänzende Text mit Visualisierungen und viel Überungseinheiten. Wiederholungen sollten unendlich möglich sein und der Lernende sollte eine sofortige Rückmeldung zur erbrachten Leistung nach jeder Übungseinheit erhalten. Wird der Lernende angeregt seine Leistungen durch Wiederholung zu erhöhen, bis eine Automatisierung des Erlernten erfolgt ist das optimale Lernergebnisse erreicht.

Die notwendige Wiederholungshäufigkeit der zu vermittelnden Themen ist in der klassischen Unterrichtsform des Frontalunterricht nicht gegeben. Eine jederzeit verfügbare Übungsform – Leistungsabfrage mit Rückmeldung für den Lernenden ist durch Frontalunterricht nicht gegeben.

Als erlernt gilt, was ohne großen Zeitaufwand aus dem Gedächtnis abgerufen wird. Das Gehirn ist faul und legt nach jeder Wiederhlung eine Synapsen an, die solange gestärkt wird, bis das Gehirn zum Abrufen der hinterlegten Informationen keinen Aufwand mehr benötigt.

Artikel aus 2016 – Übertragen in die CUBE Redaktion 2017

Qualifikation und Weiterbildung

Haben Sie schon mal einen Bewerber eingestellt der menschlich einfach der richtige war, er passt ins Team und Sie können sich vorstellen mit ihm im Unternehmen zusammen „alt zu werden“. Den fachlichen Feinschliff, die  Fachkompetenz und das, was man so im Tagessgeschäft können muss, kann trainiert werden.

Wer auch immer zuerst altert, die Prozesse im Unternehmen sollten immer jung bleiben. Ich habe Mitarbeiter in Unternehmen kennengelernt, die waren menschlich TOP. Einige davon waren so lange bereits im Unternehmen, dass man Ihnen direkt eine Inventarnummer auf den Hintern hätte tätowieren lassen können.

Die von Ihnen bearbeiteten Abläufe sind in Fleisch und Blut übergegangen. Trainiert, Konditioniert einfach aus dem Ärmel geschüttelt. Perfekt. Oder doch nicht? Je nach Wandel und fortschreitender Modernisierungen, schauen wir kurz zur Entwicklung  des mobilen Telefonierens. Die ersten Prototypen sind aus meinem Geburtsjahr.

1931 noch Utopie in einem Erich Kästner Roman,  mehr als 40 Jahre später schon Realität und weitere 30 Jahre in fast jeder Hosentasche zu finden. Aus der Bedienung über Tasten wurde Touch. Nehmen wir nur den Sprung von der Tastatur zum Display, ist von einer Zeitspanne von ca. NUR 10 Jahren die Rede. Diese Geschwindigkeit der Veränderung können wir wenig beeinflussen.

Als Kontrast dazu nehme ich gern den Spruch „Never touch a Running System“ Warum auch, funktioniert ja alles. Wir wissen, was einmal als gut bewertet und in die Kategorie funktioniert eingestuft wurde, das wird als „Regel“ aufgestellt, trainiert und führt zum Erfolg.

Regelmäßige Schulungen von Mitarbeitern, egal ob und welche Qualifkation sie mitbringen verhindern ein Stehenbleiben und ein Altern ohne Fortschritt. Planen Sie Mitarbeiterschulungen die angepasst sind, an die Anforerungen der Branche, dem Fortschritt und den individuellen Kenntnissen und Fähigkeiten der Mitarbeiter.

Entsenden Sie Ihre Mitarbeiter nicht in Pauschalveranstaltungen, investieren Sie in eine gezielte Förderung und Entwicklung.

Einsparung

Wenn es Thema Einsparung auf den Tisch kommt, sollte in allererster Linie hinterfragt werden warum etwas „gespart“ werden muss. Werden an der ein oder anderen Stelle eventuell Ausgaben getätigt, die keinen Cashback bringen? Ich beschreibe hier nicht ein Bonuspunktesystem mit einer Shoppingcard. Verstehen Sie jeden Prozess in Ihrem Unternehmen als einen Cashbackprozess?

Natürlich sind nicht alle Teile des Unternehmens gleich Wertschöpfungsprozesse. Management- und Unterstützungsprozesse bilden die Stütze zu den Kernprozessen und sind wichtige Unterkategorien der Wertschöpfung.

Einsparungspotenzial, sofern etwas gespart werden muss, kann sich in den kleinen Zwischenschritten verstecken. Was als selbstverständlich gilt, wird oft nicht der regelmäßigen Überprüfung der Zweckmäßigkeit unterzogen.

Sie kennen vielleicht folgendes Szenario, hier und da wird gedruckt was das Zeug hält, je nach Branche kann da schon mal eine ganze Palette an Papier in einem Monat drauf gehen. Branchen mit Vertragsreichem Tagesgeschäft sehen da ganz alt aus. Hier und da passiert da schon mal der eine oder andere Fehler und zack ab auf den Haufen der schon auf dem Schredder liegt, das macht dann später bestimmt jemand.

Schon mal vor so einem Hochleistungsgerät (laut Budget) gestanden und die Knöpfe beschwörend gestreichelt und Schublade auf, Fusseln rein, Schublade wieder zu… versucht das Gerät mit den Papierschnipseln zu bändigen? Da kann einem schon mal nach 10 Minuten (gefühlter Stunde) die Geduld verlassen und die Mehtode „umdrehen, ich habe es nicht gesehen“ wird zur Tagesordnung.

Stellen Sie sich vor, eine Schulung der Mitarbeiter zum Thema „Papierloses Büro“ erspart Zeit, Geld und Frust. Angefangen vom Lagerplatz des noch jungfreulichen weißen Papiers bis hin zur Lagerhaltung der aufbewahrungsplichtigen Dokumente, über das Heften, Lochen und Suchen.

Die Personalauswahl

Der Stein muss passen

Eine neue Stelle ist zu besetzen.

“Können Sie bitte schnell mal eine Stellenanzeige schalten. Die Stelle muss schnell besetzt werden.“ So oder ähnlich kennen Sie das aus dem Tagesgeschäft. Irgendwie auf dem Server finden Sie die Stellenbeschreibung, aus dieser können Sie sich die wichtigsten Informationen heraussuchen. Gemacht getan und zack veröffentlicht.

Steht in klassischen Stellenbeschreibungen auch etwas zum passenden Menschen oder nur zur passenden Qualifikation und den allgemeinen Rahmenbedingungen?

Einen Stein mit passendem Außenmaßen zu finden ist recht einfach. Haben Sie schon mal einen Zauberwürfel auseinandergebaut und wieder zusammengesetzt? Es genügt den Stein falsch rum einzusetzen und der Würfel ist nicht mehr lösbar,

Können Sie genau beschreiben welche Eigenschaften Ihr idealer Kollege, Mitarbeiter, Geschäftspartner oder Angestellter haben müsste?

Kennen Sie sich mit Zahlen, Daten und Fakten aus, lassen sich nicht leicht ablenken und können fast alles logisch begründen oder bevorzugen Sie eher die Kommunikation mit Kunden, Lieferanten und anderen Geschäftspartnern. Präsentieren Sie gern auf Messen und sprechen vor Gruppen?

Das ein oder andere liegt Ihnen mehr oder auch nicht. Einige Typen passen zusammen und einige eher weniger.

Die Analyse

Start

In der Analyse wird alles von Außen betrachtet und bestehende Verbindungen verdeutlicht und nach einem individuellen Ordnungssystem in einer Auswertung dargestellt.

Es gibt verschiedene Lösungsansätze die nach organisatorischen und pädagogischen Mustern zusammengesetzt werden.

Wie beim Lösen des Zauberwürfels wird eine Basis festgelegt, nach der sich in Ebenen aufbauend strukturiert ein System erstellen lässt.

Jedes Unternehmen steht und fällt mit dem Personal. Von der Auswahl, über die Einarbeitung, die Erhaltung der Motivation, dem Umfeld, den Arbeitsmitteln, dem Umgang mit Zeit und dem Qualitätsanspruch.

Die Schnittstellen zwischen den Bereichen werden unter die Lupe genommen und in die für das Unternehmen günstige Position gebracht.

Das Gesamtergebnis wird erzielt, wenn jeder einzelne Baustein in der richtigen Reihenfolge an seinem Platz ist. Das kann Ebene für Ebene oder Farbe für Farbe geschehen.

Wie auf dem Würfel gibt es im Unternehmen Mitarbeiter mit verschiedene Funktionen in einer Abteilung wie Mittelsteine 1er, Kantsteine 2er und Ecksteine -3er.

CUBE Personalberatung begleitet Sie mit einer Anleitung für Ihren individuellen Lösung-Algorithmus.

Hier direkt zur Analyse.

Zero Inbox – Wie komme ich aus der Box?

Warum und was ist das überhaupt?

Ein überfüllter Posteingang gibt Ihnen ständig das Gefühl des „Unerledigten“, das raubt Ihnen einen Teil Ihrer Konzentration auf das Wesentliche. Und wohin wenn nicht in der Box?

Wie viele Mails, bei denen Sie meinen, diese haben Nachweischarakter haben Sie in Unterordnern oder ins Archiv verschoben?

Auf wie viele der Mails in Unterordnern greifen Sie später wirklich noch mal zurück? Nun ist es ja nicht so, dass die archivierten Mails massiv an Speicherplatz fressen, für Aufräumjunkies jedoch ein Bedürfnis, alles clean zu halten. Es gibt einige Mailanwendungen bei denen Mails später bearbeitet werden können in das virtuelle Mailgedächtnis verschoben werden. Das geht mit einem Klick auf „schlummern“ und zum gewählten Zeitpunkt erscheint die Mail erneut im Posteingang.

Wie geht Zero Inbox, wenn der Zugrifft auf so eine Anwendung nicht möglich ist?

Ohne Unterordner und ohne Archiv.

Checken Sie folgende Abfragen:

  1. Enthält die Mail Nachweisinhalt?
  2. Haben Datumsangaben Fristcharakter?
  3. Hat die Mail einen Anhang?

Wir eine der Fragen mit JA beantwortet, die Mail und ggf. den Anhang als PDF abspeichern.

Wohin mit den PDF?

Variante Sammler

Alle Mails in einen Ordner mit Dateinamen nach vorhandenen Strukturen.

Variante Prozessbezogen

Mail mit Dateinamen nach vorhandenen Strukturen gleich in das jeweilige Projekt | zum Kunden etc. einordnen.

Datum im Dateinamen – Wann war das noch gleich?

Können Sie sich noch daran erinnern…

welche Post letzte Woche im Briefkasten war? Ich nicht, die wenigsten können das. Dafür haben wir das Posteingangsbuch. Die erste Spalte im Posteingangsbuch ist das Datum. In der Analogen Sichtweise, das sich in einer Tabelle in einem Buch die Spalten nicht so gut filtern lassen, machte das bis dahin Sinn.

Es hat sich beim Abspeichern von Dateien aus der Bekannten analogen Vorgehensweise etabliert das Datum vorn an den Dateinamen zu setzen.

Das Datum des Dokuments, sofern es für die Dateisuche ohne OCR Nutzung, für eine Suche zweckerfüllend ist gehört ans Ende der Datei. Auf das Format „jj.mm.dd“ gehe ich in einem anderen Artikel ein.

Oft wird als Zweck mit der Sortierung der Dateien argumentiert. Dies ist richtig wenn die Dateiablage eine reine passive Ablage ist die eher einen Archivcharakter hat.

Wird mit den Dateien regelmäßig gearbeitet, vor allem in einem Team, wo die Dateien eher einen Vorlagencharakter haben, macht eine Dateisystematik nach Prozessabläufen mehr Sinn.