Schlagwort-Archiv Qualifikation

Frontalunterricht und eLearning – Teil 2

zurück zu Teil 1

Ausbildungsbereiche und Themenbereiche mit starkem Praxisbezug, wie Handwerk oder das Sortieren von Belegen eignen sich weniger für eLearning Varianten. Themen bei denen viel Theorie abgefragt wird sind am besten für die Anwendung geeignet.

Tafelbilder haben den Vorteil, dass diese während der sprachlichen Vermittlung von Inhalten interaktiv entstehen und individuell just in time angepasst werden. Videos auf einer Lernplattform sind Zeitintensiv in der Entstehung und bleiben in der Erstversion starr.

Eigene Mitschriften der Lernenden
während des Unterrichtes haben den Vorteil, dass Sie der Denkweise des Lernenden angepasst sind und den Nachteil, dass sich eventuell unerkannte Fehler einschleichen die nicht überprüft werden. Mitschriften zu vorhandenen Texten werden selten gemacht. Die ständige Verfügbarkeit fordert nicht zur Mitschrift auf, der Weg durchs Auge, Ohr und durch das Gehirn, durch die eigene Hand aufs Papier und vom Auge erfasst, ist einer der wertvollsten Methoden in der Vermittlung von Wissen. Ein starkes PRO für den Frontalunterricht bei dem die Lernenden aufgefordert sind zuzuhören und mitzuschreiben.

Das spricht gegen die Ausgaben von dicken Skripten und für den Einsatz von eLearning Plattformen. Sind die Inhalte der eLearning Plattform attraktiv für den Lernenden und hauptsächlich für Übungszwecke aufbereitet, ist das eLearning eine Aufwertung des Frontalunterricht durch die Möglichkeit der individuellen Festigung des Unterrichtsstoffes.

Unterricht wird attraktiver durch eingeschobene Überungseinheiten mit sofortiger Rückmeldung. Die Lehrenden widmen sich in der Zeit der Übungsphase denen die Unterstützung benötigen. Die Lernenden müssen nicht lange auf Rückmeldungen nach langwieriger Korrektur warten.

weiter zu Teil 3

Qualifikation und Weiterbildung

Haben Sie schon mal einen Bewerber eingestellt der menschlich einfach der richtige war, er passt ins Team und Sie können sich vorstellen mit ihm im Unternehmen zusammen „alt zu werden“. Den fachlichen Feinschliff, die  Fachkompetenz und das, was man so im Tagessgeschäft können muss, kann trainiert werden.

Wer auch immer zuerst altert, die Prozesse im Unternehmen sollten immer jung bleiben. Ich habe Mitarbeiter in Unternehmen kennengelernt, die waren menschlich TOP. Einige davon waren so lange bereits im Unternehmen, dass man Ihnen direkt eine Inventarnummer auf den Hintern hätte tätowieren lassen können.

Die von Ihnen bearbeiteten Abläufe sind in Fleisch und Blut übergegangen. Trainiert, Konditioniert einfach aus dem Ärmel geschüttelt. Perfekt. Oder doch nicht? Je nach Wandel und fortschreitender Modernisierungen, schauen wir kurz zur Entwicklung  des mobilen Telefonierens. Die ersten Prototypen sind aus meinem Geburtsjahr.

1931 noch Utopie in einem Erich Kästner Roman,  mehr als 40 Jahre später schon Realität und weitere 30 Jahre in fast jeder Hosentasche zu finden. Aus der Bedienung über Tasten wurde Touch. Nehmen wir nur den Sprung von der Tastatur zum Display, ist von einer Zeitspanne von ca. NUR 10 Jahren die Rede. Diese Geschwindigkeit der Veränderung können wir wenig beeinflussen.

Als Kontrast dazu nehme ich gern den Spruch „Never touch a Running System“ Warum auch, funktioniert ja alles. Wir wissen, was einmal als gut bewertet und in die Kategorie funktioniert eingestuft wurde, das wird als „Regel“ aufgestellt, trainiert und führt zum Erfolg.

Regelmäßige Schulungen von Mitarbeitern, egal ob und welche Qualifkation sie mitbringen verhindern ein Stehenbleiben und ein Altern ohne Fortschritt. Planen Sie Mitarbeiterschulungen die angepasst sind, an die Anforerungen der Branche, dem Fortschritt und den individuellen Kenntnissen und Fähigkeiten der Mitarbeiter.

Entsenden Sie Ihre Mitarbeiter nicht in Pauschalveranstaltungen, investieren Sie in eine gezielte Förderung und Entwicklung.