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Frontalunterricht und eLearning – Teil 1

Folgende Fragestellung habe ich zum Thema Lernmethoden erhalten: „Ich habe heute 3 verschiedene Lernmethoden auf einer anderen Seite gefunden. Wie würdest Du eine Kombination von eLearning , Frontalunterricht und Praxisbezug herstellen? Was ist die optimale Kombination? Welche Themen eignen sich?“

Schauen wir uns zunächst den klassischen Frontalunterricht an. Im Frontalunterricht steht ein Dozent vor einer Gruppe von ca. 15 bis 30 Teilnehmern. In Einheiten von 45 bis 90 Minuten wird Themenbezogen hauptsächlich Theorie vermittelt. Die Teilnehmenden können Fragen zu den Inhalten stellen und in die Aktionen des Unterricht eingebunden werden.

Die Teilnahme am Frontalunterricht setzt voraus, dass ein Stundenplan vorliegt mit festen Zeiten für die jeweiligen Themen. Das ergibt, dass ein intuitiv lernender Mensch in Abhängigkeit der Tagesform idealerweise zu den festgelegten Zeiten aufnahmefähig sein sollte. Dies ist nicht immer der Fall. In der klassischen Beschulungsform kann das in mit Kombination der Gruppendynamik zur Herausforderung für Lehrenden und Lernenden werden.

Zur abwechslungsreichen Kombination einer bewährten Unterrichtsform mit modernen Techniken ist die Nutzung von eLearning im deutlich von Nutzen. Die Aufteilung eines 90 Minuten Blockes in Teile der Wissensvermittlung, untermalt durch Übungseinheiten, beansprucht keine zu große inaktive Aufmerksamkeit der Lernenden. Durch die Übungseinheiten wird das individuelle Lerntempo der Lernenden berücksichtigt. Teilnehmer die eine erhöhte Auffassungsgabe haben können Wartezeiten mit Übungen füllen. Teilnehmer die eine langsame Auffassungsgabe haben, können ohne weiteres Input das gerade gehörte in Übungen anwenden. Später von anderen Orten ist der Zugang jederzeit möglich.

Gruppengespräche zu den vermittelten Themen werden vom Lehrenden moderiert. Verfechter des klassischen Frontalunterricht in bekannten Schulformen sehen im eLearning die Gefahr, dass dieses den Frontalunterricht und somit die Lehrkraft Mensch ersetzen könnte. Der Aufbau bestimmt ob eLearning als Unterstützendes oder als alleiniges Lehrmittel eingesetzt wird.

Als alleiniges Lehrmittel besteht die Anforderung an den Autor, dass Zusammenhänge und zu einem hohen Anteil aufkommende Fragen, im angebotenen Text und in der Visualisierung abgehandelt werden. Schlecht aufbereitete Inhalte demotivieren den Lernenden schnell. Zu lange Texte lesen sich schlecht am Monitor, zum Lesen werden Bücher bevorzugt. Komplexe Inhalte, die nicht grob in eine Übersicht gebracht werden können und visualisiert werden können eignen sich mehr für den Frontalunterricht als für eine alleinige eLearning Variante.

 

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Qualifikation und Weiterbildung

Haben Sie schon mal einen Bewerber eingestellt der menschlich einfach der richtige war, er passt ins Team und Sie können sich vorstellen mit ihm im Unternehmen zusammen „alt zu werden“. Den fachlichen Feinschliff, die  Fachkompetenz und das, was man so im Tagessgeschäft können muss, kann trainiert werden.

Wer auch immer zuerst altert, die Prozesse im Unternehmen sollten immer jung bleiben. Ich habe Mitarbeiter in Unternehmen kennengelernt, die waren menschlich TOP. Einige davon waren so lange bereits im Unternehmen, dass man Ihnen direkt eine Inventarnummer auf den Hintern hätte tätowieren lassen können.

Die von Ihnen bearbeiteten Abläufe sind in Fleisch und Blut übergegangen. Trainiert, Konditioniert einfach aus dem Ärmel geschüttelt. Perfekt. Oder doch nicht? Je nach Wandel und fortschreitender Modernisierungen, schauen wir kurz zur Entwicklung  des mobilen Telefonierens. Die ersten Prototypen sind aus meinem Geburtsjahr.

1931 noch Utopie in einem Erich Kästner Roman,  mehr als 40 Jahre später schon Realität und weitere 30 Jahre in fast jeder Hosentasche zu finden. Aus der Bedienung über Tasten wurde Touch. Nehmen wir nur den Sprung von der Tastatur zum Display, ist von einer Zeitspanne von ca. NUR 10 Jahren die Rede. Diese Geschwindigkeit der Veränderung können wir wenig beeinflussen.

Als Kontrast dazu nehme ich gern den Spruch „Never touch a Running System“ Warum auch, funktioniert ja alles. Wir wissen, was einmal als gut bewertet und in die Kategorie funktioniert eingestuft wurde, das wird als „Regel“ aufgestellt, trainiert und führt zum Erfolg.

Regelmäßige Schulungen von Mitarbeitern, egal ob und welche Qualifkation sie mitbringen verhindern ein Stehenbleiben und ein Altern ohne Fortschritt. Planen Sie Mitarbeiterschulungen die angepasst sind, an die Anforerungen der Branche, dem Fortschritt und den individuellen Kenntnissen und Fähigkeiten der Mitarbeiter.

Entsenden Sie Ihre Mitarbeiter nicht in Pauschalveranstaltungen, investieren Sie in eine gezielte Förderung und Entwicklung.